Aktuelles

29.3.2019: Ein Abend zu Begegnungen mit Bischof Reinhold Stecher

Am 29. März, 19:00 laden wir zu einem Abend zum Gedenken an Bischof R. Stecher in den Gemeindesaal. Hermann Schmid liest Anekdoten und Geschichten, Ossi Wörle präsentiert Erinnerungen an Bischof Stecher aus Patsch. Für stimmungsvolle musikalische Gestaltung sorgen die „3 Weiberleit aus Telfs“.

Oh, wie schön ist Panama!

Der Bericht von Sofia Scherer vom Weltjugendtreffen

Oh, wie schön ist Panama! Wer kennt diesen Spruch nicht? 16 Tiroler Jugendliche und jung gebliebene stürzten sich in das Projekt „Weltjugendtag Panama 2019“. Nach 12 monatiger Vorbereitungszeit hat unsere Reise am 15.01. gestartet. Der erste Halt war in Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens. Dort sind wir mit den Einheimischen in Kontakt getreten und haben mehrere Sozialprojekte unterstützt.

Nach etwa 50 Jahren Bürgerkrieg in Kolumbien hat die Regierung vor etwa 2 Jahren einen Friedensvertrag mit der linken Guerilla-Organisation, den FARC, geschlossen. An unserem 2. Tag in Bogotá verübte die noch verbliebene Guerilla-Gruppe, die ELN, einen Bombenanschlag auf die Polizeiakademie mit 22 Toten und über 60 Verletzten. Wir waren zu diesem Zeitpunkt ganz in der Nähe auf dem Weg nach "Soacha", einem illegal erbauten Viertel. Dies ist eine der ärmsten Gegenden Bogotás. Es gibt weder Strom noch Wasser, ein Wassertankwagen kommt alle 2 Wochen, und Regen fällt nur sehr selten. In Soacha wird von den Jesuiten ein "Gemeinschaftshaus" betrieben, in dem sich verschiedene Gruppen treffen können. Wir haben dort gemeinsam mit der Jugendgruppe gekocht, gegessen, Fußball gespielt und die Gegend bewundert. Erstaunlich fand ich, welche Lebensfreude die Menschen trotz ihrer Umstände ausstrahlen. Schaut man jemandem in die Augen, bekommt man ein Lächeln zurück.

Auf unserer Fahrt mit dem Segelboot in der Karibik haben wir das Volk der Kuna kennengelernt. Der sich selbstverwaltende Stamm hat mittlerweile stark mit dem Drogenproblem zu kämpfen. Früher waren sie nur "Handelsmänner" zwischen Kolumbien und Panama, doch heute haben die Jugendlichen Probleme mit den Drogen.

In Panama City wurden wir von den Einheimischen herzlichst begrüßt und aufgenommen. Unsere Gastfamilien, bei denen wir in der Zeit des Weltjugendtages unterkommen durften, feierten für uns ein Fest und bekochten uns mit Typischen Speisen und Köstlichkeiten.

Gemeinsam mit Jugendlichen aus der ganzen Welt wanderten wir unter prallem Sonnenschein und bei über 30°C zum Feld, auf dem die Papstmesse stattfand. Es war ein wirklich einzigartiges Erlebnis mit so vielen begeisterten Jugendlichen aus der ganzen Welt beten und feiern zu dürfen. Es herrschte immer eine friedliche und freundliche Stimmung, selbst wenn man warten musste oder etwas nicht glatt ablief. Überall wurden Mitbringsel aus dem eigenen Land getauscht und Fotos gemacht. Der Weltjugendtag war ein Erlebnis, das mit Sicherheit ein Leben lang in Erinnerung bleiben wird!

Am 07. Juni 2019 werden wir eine Fotoshow im Leuthaus veranstalten. Dazu ist jede und jeder herzlich eingeladen!